weiblich gelesene person mittig bekommt von der seite von sechs händen verschiedene verhütungsmittel gereicht, person hält sich hand seitlich schützend vor die augen

Hormonfreie Verhütung - Alternative zur Pille

Hormonelle Verhütung ist out. Immer mehr Menschen legen Wert auf eine gut vertägliche und sichere Verhütungsmethode, die nicht den natürlichen Zyklus beeinflusst. Hormonfreie Verhütung ist vielfältig.

In diesem Artikel...

...lernst du die verschiedenen hormonfreien Verhütungsmethoden kennen.

...erfährst du alle Vor- und Nachteile der verschiedenen hormonfreien Verhütungsmethoden.

weiblich gelesene hand reicht männlich gelesener hand ein rotes kondom in verpackung

Hast du das gewusst?

Kondome sind beliebter als die Pille!

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt regelmäßig verschiedene Studien zum Gesundheitsverhalten durch. 2023 wurde das Verhütungsverhalten Erwachsener in Deutschland aktualisiert. In dieser Erhebung war zum ersten Mal seit Erhebung das Kondom als hormonfreie Verhütung beliebter als die Pille. Auch wenn beide Methoden nach wie vor die am häufigsten genutzten sind, so lief das Kondom mit 53% der Befragten der Pille mit 38% den ersten Rang ab. Die BZgA sieht die Ursache hierfür in einer zunehmend kritischen Einstellung zu hormoneller Verhütung, der steigenden Wichtigkeit gesundheitlicher Aspekte und dem Wunsch nach guter Verträglichkeit. 61% der Frauen und Männer sind der Meinung, dass hormonelle Verhütung negative Auswirkungen auf Körper und Seele hat. Interessant: 15% der verhütenden Frauen haben eine generelle Ablehnung gegen die Pille oder hormonelle Verhütung, besonders stark in der Altersgruppe der 18-29-jährigen. 2011 waren es nur 1%. [1]

(Anmerkung der Autorin: In den Ergebnissen der Studie wird die binäre Geschlechterdefinition verwendet. Wir können daher die Ergebnisse nicht gendern, da uns keine Details zum Gender vorliegen)

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Hast du das gewusst?

Kondome sind beliebter als die Pille!

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt regelmäßig verschiedene Studien zum Gesundheitsverhalten durch. 2023 wurde das Verhütungsverhalten Erwachsener in Deutschland aktualisiert. In dieser Erhebung war zum ersten Mal seit Erhebung das Kondom als hormonfreie Verhütung beliebter als die Pille. Auch wenn beide Methoden nach wie vor die am häufigsten genutzten sind, so lief das Kondom mit 53% der Befragten der Pille mit 38% den ersten Rang ab. Die BZgA sieht die Ursache hierfür in einer zunehmend kritischen Einstellung zu hormoneller Verhütung, der steigenden Wichtigkeit gesundheitlicher Aspekte und dem Wunsch nach guter Verträglichkeit. 61% der Frauen und Männer sind der Meinung, dass hormonelle Verhütung negative Auswirkungen auf Körper und Seele hat. Interessant: 15% der verhütenden Frauen haben eine generelle Ablehnung gegen die Pille oder hormonelle Verhütung, besonders stark in der Altersgruppe der 18-29-jährigen. 2011 waren es nur 1%. [1]

(Anmerkung der Autorin: In den Ergebnissen der Studie wird die binäre Geschlechterdefinition verwendet. Wir können daher die Ergebnisse nicht gendern, da uns keine Details zum Gender vorliegen)

Hormonelle Verhütung ist out! Das zumindest lässt die aktuelle Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vermuten. Denn diese ergab, dass immer mehr Menschen und insbesondere Frauen (Anmerkung der Autorin: In den Ergebnissen der Studie wird die binäre Geschlechterdefinition verwendet. Wir können daher die Ergebnisse nicht gendern, da uns keine Details zum Gender vorliegen) eine generelle Ablehnung gegenüber hormonellen Verhütungsmethoden haben: waren es 2011 nur 1%, so sind es in 2023 schon 15%. Neben diesen Personen glauben mehr als die Hälfte der befragten Personen (Männer und Frauen) , dass sich hormonelle Verhütung negativ auf die Gesundheit von Körper und Seele auswirkt. Und gerade gesundheitliche Aspekte und der Wunsch nach einer sicheren, verträglichen Verhütung führen dazu, dass erstmals das Kondom häufiger angewendet wird als die Pille. 

Insgesamt verwenden 91 % der Befragten die Pille und/oder Kondome. Neben dem Kondom stehen aber noch eine Vielzahl von anderen Methoden zur hormonfreien Verhütung zur Verfügung. Ihnen allen ist der Vorteil gemein, dass sie keine synthetischen Hormone enthalten und so nicht in den natürlichen Zyklus eingreifen. Dennoch unterscheiden sie sich stark in ihren Vor-und Nachteilen und sind nicht alle empfehlenswert. Da wir euch gern beim Absetzen hormoneller Verhütungsmethoden unterstützen, aber unbedingt Wert darauf legen, dass ihr diese Entscheidung gut informiert trefft, findet ihr nachfolgend Kurzporträts der gängigsten Methoden zur hormonfreien Verhütung. Für weitere Informationen legen wir euch die detaillierten Artikel in unserem Magazin,  die unter Referenzen aufgeführten Informationsportale und natürlich eure gynäkologische Fachpraxis ans Herz.

Mechanische Verhütungsmittel

Die bekanntesten Methoden der hormonfreien Verhütung sind wohl die mechanischen Verhütungsmittel, die verhindern, dass Spermien in die Vagina oder zur Eizelle gelangen können. Sie werden auch Barrieremethoden genannt. Sie zählen laut Pearl-Index zu den eher sicheren Verhütungsmethoden. Im folgenden stellen wir euch Kondom, Femidom, Diaphragma, Portiokappe, Kupferspirale und Kupferkette kurz mit ihrer Funktionsweise sowie Vor- und Nachteilen vor.

weiblich gelesene hand öffnet silberne kondomverpackung

Kondom 

Das Kondom ist die einzige Verhütungsmethode für den Penis. Es handelt sich um eine schlauchartige, hauchdünne und reißfeste Latexhaut, die über den erigierten Penis gezogen wird. Am verschlossenen Ende wird das Sperma aufgefangen und gelangt somit nicht in die Vagina. Es sind auch latexfreie Kondome erhältlich.

Pearl-Index** von Kondomen:

2-12
Vorteil von Kondomen
Nachteil von Kondomen
  • einzige Verhütungsmethode neben Femidom, die auch vor Geschlechtskrankheiten schützt
  • leicht verfügbar ohne ärztliche Verschreibung
  • bei richtiger Anwendung (inklusive die Wahl der richtigen Größe) eher sicher
  • muss nur bei Bedarf angewendet werden
  • kann das Empfinden beim Geschlechtsverkehr verändern
  • kann während des Verkehrs unbemerkt reissen
  • nicht wiederverwendbar

  • Femidom 

    Das Femidom ist das Pendant zum Kondom für die Frau. Es ist optisch ähnlich: ein hauchdünner Kunststoffschlauch, der an einem Ende geschlossen ist. Im Gegensatz zum Kondom hat das Femidom an beiden Enden Kunststoffringe. Der kleinere RIng wird in die Vagina eingeführt und deckt den Muttermund ab, der größere RIng verhindert am Scheideneingang, dass das Femidom in die Vagina rutscht. Das Femidom wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingeführt. Die Verwendung mit Gleitmittel ist empfehlenswert.

    Pearl-Index** des Femidom:

    5-25

    Vorteil des Femidom
    Nachteil des Femidom
    • einzige Verhütungsmethode, mit der sich Frauen* selbst vor ansteckenden Geschlechtskrankheiten schützen können
    • kann vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt werden
    • Anwendung eher schwierig, Femidom kann beim Geschlechtsverkehr in die Vagina rutschen oder herausgezogen werden
    • kann das Empfinden beim Geschlechtsverkehr verändern
    • jedes Femidom ist nur einmal anwendbar

    weiblich gelesene hände halten lilafarbenes diaphragma

    Diaphragma

    Das Diaphragma ist ein kleines Schälchen aus einem flexiblen Ring und einer weichen Silikonhaut. Es wird vor dem Geschlechtsverkehr vor den Muttermund gelegt und soll diesen so vor Spermien verschließen. Gemeinsam mit dem Diaphragma wird ein Spermizid angewendet, das den pH-Wert in der Vagina so verändert, dass sich die Spermien nicht mehr fortbewegen können.


    Pearl-Index** des Diaphragmas:

    1 - 20

    Vorteil des Diaphragma
    Nachteil des Diaphragma
    • kann 2h vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden
    • während des Geschlechtsverkehrs unsichtbar
    • ist in der Regel 2 Jahre lang haltbar und kann wiederverwendet werden
    • fehleranfällig in der Nutzung, Einsetzen muss geübt werden
    • Auswahl der Größe erfordert ärztlichen Rat
    • muss gleichzeitig mit Spermizid angewendet werden
    • kann spürbar sein
    • schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen


    Portiokappe

    Die Portiokappe oder Verhütungskappe funktioniert wie das Diaphragma, ist aber etwas härter und sitzt fester über dem Muttermund. Sie soll über den Muttermund gestülpt werden und sich dort festsaugen. Die Sicherheit wird erhöht, wenn die Portiokappe zusammen mit einem Spermizid verwendet wird.

     

    Pearl-Index** der Portiokappe:

    6

    Vorteil der Portiokappe
    Nachteil der Portiokappe
    • kann vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden
    • während des Geschlechtsverkehrs unsichtbar
    • kann wiederverwendet werden
    • fehleranfällig in der Nutzung
    • darf erst 6-8h nach dem Geschlechtsverkehr entfernt werden
    • ärztliche Anpassung notwendig
    • schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen

    lächelnde weiblich gelesene person hält kupferspirale mit der einen hand und deutet mit der anderen darauf

    Kupferspirale

    Die Kupferspirale ist ein mit Kupferdraht umwickeltes Kunststoffstäbchen in T-Form, das in die Gebärmutter eingesetzt wird. Durch die Abgabe von Kupferionen verändert es die Zusammensetzung von Gebärmutterschleimhaut und Zervixschleim so, dass Spermien diese nicht durchwandern können oder eine potentiell befruchtete Eizelle sich nicht einnisten kann.

     

    Pearl-Index** der Kupferspirale:

    0,3 - 0,8 

    Vorteil der Kupferspirale
    Nachteil der Kupferspirale
    • langfristiger Schutz (3-10 Jahre) nach einmaligem Einsetzen
    • unsichtbar und meist nicht spürbar beim Geschlechtsverkehr
    • einmalig  mit hohen Kosten verbunden
    • benötigt einen invasiven ärztlichen Eingriff, der schmerzhaft sein kann
    • Kupferspirale kann nach Einsetzen abgestoßen werden, während der Periode herausfallen oder verrutschen, Kosten hierfür werden nicht erstattet
    • richtiger Sitz erfordert regelmäßige ärztliche Kontrolle, dies kann zusätzliche Kosten verursachen
    • kann zu verstärkten Menstruationsblutungen oder Krämpfen und erhöhter Infektanfälligkeit im Unterleib führen
    • schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten

     

    Ähnlich der Kupferspirale ist der Kupferball, für welchen es jedoch noch nicht so viele Daten bezüglich Wirksamkeit, Sicherheit und Nebenwirkungen gibt.

    Kupferkette

    Die Kupferkette gleicht in ihrer Wirkung der Kupferspirale. Sie besteht aus kleinen Kupferzylindern, die auf einem Nylonfaden aufgefädelt sind und Kupferionen abgeben. Im Gegensatz zur Spirale ist die Kupferkette in der Gebärmuttermuskulatur festgeknotet. 

    Pearl-Index** der Kupferkette:

    0,1 - 0,5

    Vorteil der Kupferkette:
    Nachteil der Kupferkette:
    • langfristiger Schutz
    • Risiko für Abstoßung, Herausfallen oder Verrutschen ist im Vergleich zur Kupferspirale niedriger
    • kann auch von jungen Frauen mit kleiner Gebärmutter getragen werden
    • einmalig  mit hohen Kosten verbunden
    • benötigt einen invasiven ärztlichen Eingriff durch erfahrenen Arzt/Ärztin, der schmerzhaft sein kann
    • Kupferspirale kann nach Einsetzen abgestoßen werden, Kosten hierfür werden nicht erstattet
    • richtiger Sitz erfordert regelmäßige ärztliche Kontrolle, dies kann zusätzliche Kosten verursachen
    • kann zu verstärkten Menstruationsblutungen oder Krämpfen und erhöhter Infektanfälligkeit im Unterleib führen
    • schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten

     

    Chemische Verhütungsmittel

    Zu den chemischen Verhütungsmitteln werden Cremes, Zäpfchen, Gels oder Schaumprodukte zur vaginalen Anwendung gezählt. Sie enthalten Spermizide, also spermientötende Substanzen. Da sie laut Pearl-Index nur eine geringe Sicherheit bieten, sollten sie immer mit mechanischen Verhütungsmethoden angewendet werden. Sie können so bei richtiger Kombination die Sicherheit dieser Verhütungsmittel erhöhen. 


    Pearl-Index** chemischer Verhütungsmittel:

    3 - 21

    Vorteil von chemischen Verhütungsmitteln
    Nachteil von chemischen Verhütungsmitteln
    • Erhöhen bei richtiger Anwendung die Sicherheit von Kondom, Femidom, Kupferspirale und Co. (Voraussetzung: chemische Mittel beeinflussen nicht das Material)
    • rezeptfrei in der Apotheke
    • haben allein angewendet nur eine geringe Sicherheit
    • müssen 20 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingebracht werden und sind dann nur 1h wirksam
    • können das Material von mechanischen Verhütungsmitteln angreifen
    • können zu Allergien, Reizungen, Brennen und Infektionen durch Schädigung der Vaginalschleimhaut führen
    • schützen nicht vor übertragbaren Geschlechtskrankheiten

    weißes thermometer liegt auf kalenderblatt

    Symptothermale Methode

    Bei der symptothermalen Methode wird die Fruchtbarkeit der Frau* anhand verschiedener Merkmale beurteilt. Täglich wird vor dem Aufstehen die basale Körpertemperatur gemessen und dokumentiert. Außerdem werden die Beschaffenheit des Zervixschleims und Veränderungen am Muttermund beobachtet. Hierfür gibt es verschiedene Kriterien, die Aufschluss über den Zeitpunkt im Zyklus geben. Die symptothermale Methode bietet bei richtiger Anwendung eine hohe Sicherheit. Sie wird deshalb vor allem im Rahmen der natürlichen Familienplanung genutzt, um fruchtbare Tage zu identifizieren. Als Verhütungsmittel setzt sie voraus, dass an potentiell fruchtbaren Tagen anderweitig verhütet wird und zyklusbeeinflussende Umstände wie Krankheit, Schichtdienst, Zeitverschiebung, Stress etc. berücksichtigt werden.


    Pearl-Index** der symptothermalen Methode:

    0,4-1,8

    Temperaturmessung allein 0,8 - 3

    Vorteil der symptothermalen Methode: 
    Vorteil der symptothermalen Methode: 
    • bei richtiger Anwendung sehr sicher
    • erhöht die Aufmerksamkeit für die natürlichen zyklischen Veränderungen
    • ermöglicht bei Kinderwunsch die Identifizierung der fruchtbaren Tage
    • verlangt Disziplin und genaue Beobachtung
    • ist leicht beeinflussbar durch Verschiebungen im Lebensrhythmus oder Krankheit, schwierig umzusetzen bei Schichtarbeit
    • schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten
    • Zusätzliche Verhütung an fruchtbaren Tagen mit anderem Verhütungsmittel notwendig (z.B. Kondom, Diaphragma, etc.)

    Kalendermethode

    Bei der Kalendermethode wird anhand eines Modell-Zyklus von 28 Tagen und dem ersten Tag der letzten Periode der ungefähre Zeitpunkt im Zyklus geschätzt. Dementsprechend unsicher ist diese Methode, da die wenigsten Frauen* einen Zyklus von 28 Tagen oder generell keinen regelmäßigen Zyklus haben. Die Lage der fruchtbaren Tage ist so kaum vorherzusagen.


    Pearl-Index** der Kalendermethode:

    3-9

    Vorteil der Kalendermethode
    Nachteil der Kalendermethode
    • ermöglicht bei Kinderwunsch die grobe Identifizierung der fruchtbaren Tage
    • ist auf die meisten Frauen* nicht übertragbar und dadurch unsicher
    • Zyklusschwankungen werden nicht berücksichtigt
    • schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten

    Sterilisation

    Wenn es ganz sicher ist, dass eine Person auch in Zukunft weder Kinder zeugen noch empfangen möchte, kann Sterilisation eine Option zur herkömmlichen Verhütung sein. Beim Mann* werden hier die Samenleiter durchtrennt (Vasektomie). Die Samenflüssigkeit enthält nun keine Spermien mehr. Bei der Frau* werden die Eileiter durchtrennt oder verschlossen (Tubenligatur). Es können nun keine Eizellen mehr in die Gebärmutter oder Spermien in die Eileiter wandern.


    Pearl-Index** der Sterilisation:

    Tubenligatur 0,2-0,3

    Vasektomie 0,1

     

    Vorteil der Sterilisation
    Nachteil der Sterilisation
    • sehr sicher
    • nicht oder schwierig rückgängig zu machen
    • benötigt je nach Geschlecht und Alter ausführliche ärztliche und psychologische Beratungsgespräche, ehe einer OP zugestimmt wird
    • invasiver Eingriff mit verbundenen Risiken (Vasektomie risikoärmer als Tubenligatur)
    • einmalig sehr hohe Kosten (Vasektomie kostengünstiger als Tubenligatur)
    • bei Tubenligatur Risiko für Eileiterschwangerschaft vorhanden 

    Die Qual der Wahl

    Keine Verhütungsmethode, auch nicht die hormonellen, sind zu 100% sicher. Informiere dich vor der Wahl deiner Verhütungsmethode vollumfänglich und lasse dich auch ärztlich beraten. Die Wahl eines Verhütungsmittels ist eine individuelle Entscheidung und abhängig von Lebensumständen wie Kinderwunsch, Partnerschaftsverhältnis, Arbeitszeiten, Reiseverhalten und natürlich deiner Gesundheit und eventuellen gesundheitlichen Einschränkungen. Nicht jede Verhütungsmethode passt für jede Situation oder jede Person.

    Mit der Wahl einer hormonfreien Verhütung gehst du einen Schritt hin zu einem gesunden, natürlichen Zyklus und verzichtest auf die Nebenwirkungen, die synthetische Hormone mit sich bringen können. Dennoch kann die Wahl einer hormonellen Verhütung in deiner Lebenssituation auch richtig oder notwendig sein. Letztendlich musst nur du dich mit der von dir gewählten Verhütungsmethode wohl und sicher fühlen. Lass dich dabei nicht zu einer Methode zwingen oder überreden, die sich für dich nicht wohl anfühlt - weder von Partner*in noch von Ärzt*in!

    **Was ist der Pearl-Index?

    Der Pearl-Index ist eine Maßeinheit, die angibt, wie viele Frauen trotz Anwendung einer bestimmten Verhütungsmethode innerhalb eines Jahres schwanger werden. Hinter dieser Definition versteckt sich kurz gesagt die Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode. Je niedriger der Pearl-Index, desto sicherer ist die Verhütungsmethode. Bei ungeschütztem, regelmäßigen Geschlechtsverkehr beträgt der Pearl-Index 92-82 je nach Alter der geschlechtsreifen Frau. 

    Der Pearl-Index geht von einer korrekten Anwendung der Verhütungsmethode aus, Anwendungsfehler schmälern die Sicherheit der Verhütungsmethode also zusätzlich.

    Hast du das Gewusst?

    Diese 4 Organe sind besonders von Nebenwirkungen der Pille betroffen

    Nebenwirkungen des Absetzens der Pille kannst du reduzieren, indem du 4 Organen ganz besondere Aufmerksamkeit in dieser Zeit schenkst.

    farbliche Illustration einer leber

    Leber

    Ist verantwortlich für den Abbau der synthetischen Hormone. Bildet während Pilleneinnahme verstärkt Sexualhormon-bindende Globuline, was zu Hormonungleichgewichten führen kann.

    farbliche Illustration der nebennieren

    Nebennieren

    Reagieren auf die durch die Pille verursachten Entzündungen mit der ständigen Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol, was eine Nebennierenerschöpfung begünstigen kann.

    farbliche Illustration eines darms

    Darm

    Ist besonders von der durch die Pille verursachten Entzündungsreaktionen betroffen, wodurch das Leaky Gut-Syndrom mit Entzündungen, Autoimmunreaktionen und Allergien entstehen kann.

    farbliche Illustration einer schilddrüse

    Schilddrüse

    Kann Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion zeigen, da durch die Pille vermehrt Schilddrüsenhormon-bindende Globuline gebildet werden.

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    Du möchtest, dass deine Verhütung hormonfrei wird, bist aber nicht sicher, ob und welche Nebenwirkungen dich beim Absetzen deiner aktuellen hormonellen Verhütung erwarten? In unserem Artikel "Pille absetzen ohne Nebenwirkungen" klären wir dich über potentielle Begleiterscheinungen auf und geben dir Tipps an die Hand, wie du diese reduzieren kannst. Außerdem findest du detaillierte Informationen zu reset, unserer einzigartigen Nahrungsergänzung zum Absetzen der Pille.

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    Zum Nachlesen

    Referenzen

    [1]https://www.bzga.de/fileadmin/user_upload/PDF/pressemitteilungen/daten_und_fakten/Infoblatt_BZgA-Studiendaten_Verhütungsverhalten_2023.pdf
    https://www.profamilia.de/fileadmin/beratungsstellen/pforzheim/45.pdf, abgerufen am 19.1.24
    https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/, abgerufen am 19.1.24
    https://www.frauenaerzte-im-netz.de/familienplanung-verhuetung/, abgerufen am 19.1.24

    Foto Melanie Dell Oro
    Melanie Dell’Oro

    Ernährungswissenschaftlerin

    Unsere Autorin

    Unsere Autorin Melanie besitzt einen Masterabschluss in Ernährungswissenschaften, ist zertifiziert als Kräuterpädagogin, Klinische Waldtherapeutin, Fastenberaterin, Coach für Frauengesundheit und war im früheren Leben auch mal MTA. Durch ihre langjährige Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsabteilung Naturheilkunde der Charité Berlin, liebt sie gut recherchierte und evidenzbasierte Artikel rund um die Themen Frauengesundheit, pflanzliche Ernährung, Heilpflanzen und Frauenrechte.

    fenou unterstützt Akzeptanz und Gleichberechtigung in der Gesellschaft!

    Wenn wir von „Frauen” sprechen, meinen wir damit alle, die sich als Frau fühlen und/oder biologisch gesehen weibliche Geschlechtsorgane aufweisen. Die Basis unserer Arbeit sind jedoch die Sexualhormone, die im menschlichen Körper zirkulieren, wenn eine Gebärmutter und/oder Eierstöcke vorhanden. sind. Es kann also sein, dass unsere Artikel und Produkte nicht auf dich zutreffen, obwohl du dich als Frau definierst. Uns ist auch bewusst, dass sich nicht jede Person mit weiblichen Geschlechtsorganen als Frau identifiziert. Auch jene Personen, die sich nicht als weiblich identifizieren (wie Transgender, Intersexuelle und nicht-binäre Menschen) wollen wir mit unseren informativen Beiträgen ansprechen und keineswegs ausschließen. Wir wählen so oft es geht eine genderneutrale Formulierung in unseren Beiträgen und bilden uns stetig weiter. Wende dich also gern an uns, wenn du konstruktive Hinweise für inklusive Sprache für uns hast!